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Regeln für Rettungsschwimmer

1. Überlege erst - dann handle! (Nicht übereilt, aber schnell und entschlossen.)

2. Setze dein Leben nicht leichtsinnig und sinnlos aufs Spiel! Besteht die Möglichkeit einer Hilfe vom Ufer aus, nutze sie! (Zureichen von Stangen, Zuwerfen von Rettungsbällen, Rettungsringen u. ä.)

3. Mache andere durch Zuruf auf den Unfall aufmerksam, damit während der Rettung schon Weiteres veranlaßt werden kann! (Notruf 110/112, Rettungsdienst, Notarzt).

4. Kannst du den Ertrinkenden nur durch Schwimmen erreichen, so schaffe dir Bewegungsfreiheit, vor allem Schuhe ablegen!

5. Überprüfe vorher, ob ein Hilfsmittel in der Nähe ist! (Boot, Rettungsbrett, Schwimmflossen u. a.)

6. Schütze dich vor unangenehmen Überraschungen! Schwimme nur so weit an den Ertrinkenden heran, daß er dich nicht erfassen kann, und versuche, ihn durch Zureden zu beruhigen. Ist dies nicht möglich, ergreife ihn immer nur von hinten!

7. Laß dich auf keinen unnötigen Kampf ein, du wirst deine Kräfte später nötig brauchen.

8. Wenn möglich, sichere dich durch Anlegen von Rettungsgurt und Rettungsleine (bei starker Strömung, in der Brandung, bei Ebbe usw.)!

9. Bei Massenunglücksfällen vermeide, in das Knäuel der Ertrinkenden zu geraten! Wirf schwimmende Gegenstände ins Wasser, an denen sich die Verunglückten festhalten können! Fange am Rande der Unglücksstelle an zu, retten!

10. Bedenke, daß vor der Wiederbelebung alle Vorbereitungen gewissenhaft und sorgfältig getroffen werden müssen! Handle dennoch so schnell wie nur möglich; Sekunden entscheiden!
Die Wiederbelebung hat die Aufgabe, die Durchblutung der lebenswichtigen
Organe, insbesondere des Gehirns, mit sauerstoffreichem Blut sicherzustellen.
Setze die Wiederbelebung so lange fort, bis der Gerettete das Bewußtsein
erlangt hat oder ein Arzt die weitere Behandlung übernimmt!

11. Übe dich dauernd im Retten, in der Befreiung und in der Wiederbelebung, dann bist du im Ernstfall deiner Sache sicher und dem Ertrinkenden überlegen!


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