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Bewegungsabläufe beim Brustschwimmen

Autor(en): Friedhelm Kreiß
Fotos: Erscheinungsjahr: 6/1972
Literatur/Quellen:

Der Bewegungsablauf des Brustschwimmens
Das Erlernen einer sportlichen Bewegung ist entscheidend davon abhängig, wie weit der Lernende eine Vorstellung vom angestrebten Bewegungsziel erhält, und wie weit es dem Lehrenden gelingt, dieses Bewegungsziel seinem Schüler zu veranschaulichen. Vormachen, Filmschleifen in Casseten oder Bildreihen sind hier echte Hilfen. Neben diese optischen Informationsträger muß aber als zweite Komponente die Sprache treten. Für viele Menschen ist das Umsetzen einer Bewegung in Sprache – Beschreibung – eine große Lernhilfe. So bilden die Informationsträger Bild (bewegt oder als Reihenbild) und Sprache in Verbindung angewandt die Grundlage für den Lernprozeß. Diese Mittel sind um so wichtiger, je schlechter eine Bewegung zu sehen ist, wie zum Beispiel beim Schwimmsport. DER ÜBUNGSLEITER wird in einer vierteiligen Folge die vier Lagen des Schwimmens in Bild, Text und Angabe von Möglichkeiten der Bewegungskontrolle darstellen.

Brustschwimmen

Illustration

1. Der Körper liegt ausgestreckt im Wasser. Die Arme sind nach vorn gestreckt. Die Handflächen zeigen nach unten, die Zeigefinger liegen eng beieinander. Die Schwimmlage gleicht der Gleitbootlage.
2. Die Handflächen werden nach außen gedreht und wie eine Schaufel gewölbt. Das Wasser wegschaufeln! Beide Arme ziehen nach hinten, Ellbogen beugen. Die Hände drücken das Wasser weg. Das Ausatmen wird abgeschlossen.
3. Zum Einatmen den Kopf nur leicht anheben. Dann werden die Ellbogen unter die Brust genommen. Zugleich werden die Knie gebeugt, und die Fersen schwingen zum Gesäß.

Kontrollmöglichkeiten zur richtigen Ausführung
1. Kann der Schwimmer sich mit den Handflächen vom Wasser hochdrücken?
Liegt die Schulter etwas höher im Wasser als das Gesäß?
2. Ziehen die Hände in eine Richtung? Weichen sie auch nicht dem Druck aus?
3. Sieht der Schwimmer nach vorn?
Sinkt sein Kopf beim Einatmen auch nicht ab?
(4-6)4. Die Beine weiter anziehen, bis die Fersen dicht an der Wasseroberfläche und nah am Gesäß sind. Die Fußspitzen anziehen und nach außen drehen. Die Arme schieben sich zur Gleitlage nach vorn.
5. Mit den Unterschenkeln und Fußsohlen vom Wasser abdrücken. Dazu schlagen die Unterschenkel nach hinten. Die Füße so drehen, daß man immer gegen das Wasser treten kann. Das Ausatmen beginnen.
6. Die Beine sind wieder gestreckt. In der Strecklage ein wenig treiben lassen. Der Kopf schwimmt im Wasser, die Schultern sind vorgeschoben. In Schwimmrichtung schauen.

Illustration

Kontrollmöglichkeiten zur richtigen Ausführung
4. Bleiben die Fußsohlen und Fersen unter der Wasseroberfläche?
Die Knie dürfen nicht nach außen zeigen!
5. Drückt der Schwimmer sich mit den Unterschenkeln vom Wasser ab?
Sind seine Fußspitzen angezogen?
6. Kann der Schwimmer sich von der Beinbewegung treiben lassen?
Schwimmt der Kopf zwischen den Schultern? Bläst der Schwimmer nach unten ins Wasser aus?

Die Schwunggrätsche von hinten gesehen:
Die Knie der gestreckten Beine (1) beugen sich, die Fersen schwingen zum Gesäß (2). Die Unterschenkel schlagen nach außen (3 und 4), Füße und Unterschenkel drücken sich vom Wasser ab, die Beine werden wieder geschlossen (5).

Illustration

Der Bewegungsablauf von oben:
1. Gleiten
2. Armzug – Armdruck – Einatmen
3. Anziehen der Unterschenkel
4. Schwunggrätsche
5. Vorbringen der Arme – Ausatmen

Illustration


Bewegungsabläufe beim Kraulschwimmen
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